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Karfagen: OMNI II – Act I: The Glass Of Time (Review)

Artist:

Karfagen

Karfagen: OMNI II – Act I: The Glass Of Time
Album:

OMNI II – Act I: The Glass Of Time

Medium: CD/Download/Do-LP
Stil:

Progressive Rock, Symphonische Kunstrock-Suite

Label: Caerllysi Music/Just For Kicks
Spieldauer: 67:42
Erschienen: 17.07.2026
Website: [Link]

Nur ein Jahr nach dem ersten OMNI-Album, aus dem eigentlich nicht hervorging, dass ihm ein Fortsetzung folgen sollte, erfolgt – Überraschung! – mit „OMNI II – Act I: The Glass Of Time“ nun tatsächlich die Fortsetzung.
Dem nimmermüden ANTONY KALUGIN sei dank, der als (die altbekannten) KARFAGEN erneut mit einer herrlich bunten Musiker-Gilde, welche den ukrainischen Keyboarder unterstützt, eine weitere 'Symphonische Art Rock Suite' erster Güteklasse vorlegt.
Es bleibt also alles beim Alten in puncto OMNI.


Und doch gibt’s für „OMNI II – Act I: The Glass Of Time“ einiges an Neuem zu berichten.
Denn die namhaften Musiker kommen dieses Mal größtenteils aus Deutschland, sodass der SYLVAN-Sänger Marco Glühmann den RPWL-Sänger Yogi Lang mit an die Seite gestellt bekommt, wobei ihn zusätzlich RPWL-Gitarrist Kalle Wallner begleitet. Aber auch der transatlantische Blumenkönig ROINE STOLT ist neuerdings mit dabei und Rob Reed von MAGENTA. Deren Einfluss auf den zweiten OMNI-Teil ist unüberhörbar und prägt Kalugins Kompositionen deutlich in die Richtung der besagten Bands, aus denen seine (neuen) Begleiter kommen.


Besonders auffällig aber ist der umfangreiche Einsatz eines weiteren deutschen Prog-Musik-Giganten: Marek Arnold von SEVEN STEPS TO THE GREEN DOOR, der mit seinem warmen Saxophonspiel diesem KARFAGEN-Album eine völlig neue Klangfarbe verleiht. Und die wirkt tatsächlich, da sie das gesamte Album, das mit einem GENESIS-typischem Intro beginnt und damit auf die große Kalugin-(Vor-)Liebe von Anbeginn verweist, immer wieder auftaucht.


Ganz großartig auch der Knapp-Zehnminüter „Carry On“, bei dem besonders Yogi Lang und Kalle Wallner für eine deutliche RPWL-Atmosphäre sorgen und ihnen sogar noch John Hackett an der Flöte und Michael Stolt am Bass zur Seite stehen. Ein rundum faszinierender Song, der zugleich jedes RPWL-Album veredeln würde und an das sich übergangslos mit einem Arnold-Sopransaxophon-Solo „Beyond The Mirror“ anschließt. Dieser Song hat mit einer feinen Hookline fast das Zeug zum Hit, der einen mitunter sogar an TEARS FOR FEARS erinnert. Hypnotisch – auch durch den plötzlichen Wechsel hin zu einem fast kindlich wirkendem Chor, um dann wieder die ganz großen Angsttränen-Hit-Qualitäten aufzugreifen und mit „How Fragile We Are“ weiterhin auf das Saxophon zu setzen, aber mit einem floydianischen Gitarren-Solo von Kalle Wallner zusätzlich veredelt und weiblichem Gesang, der eine gewisse KATE BUSH-Aura versprüht.


Nach diesen verstärkt auch auf Gesang setzenden Stücken bricht – wiederum durch ein GENESIS-ähnliches Intro, das unumwunden auf das große Kalugin-Vorbild TONY BANKS verweist, eingeleitet – der große Instrumental-Teil der 'Symphonic Art Rock Suite' an.
Nun also gibt es die geballte instrumentale Ladung, die sich von GENESIS bis MIKE OLDFIELD bewegt und beispielsweise zusätzlich mit Flöten, Geigen und Saxophonen besticht.
Einzige vokale, zweisprachig gesungene, Ausnahme ist dann das Bonus-Kapitel, der sechste OMNI-Teil, in dem auf „We Live While We Remember“ der MYSTERY-Sänger Jean Pageau seine Stimme erheben darf.


So bleibt für die überraschende OMNI-Fortsetzung erneut ein eindeutiges FAZIT: Unter der Federführung von ANTONY KALUGIN lässt KARFAGEN mit „OMNI II – Act I: The Glass Of Time“ wiederum keine Fragen offen und präsentiert auf höchstem Niveau genau das, was der Album-Untertitel zum ersten wie zweiten Teil verspricht: eine symphonische Kunstrock-Suite der Extraklasse mit großartigen Sängern und Musikern, die mitunter deutliche Duftmarken ihrer Bands, wie RPWL und SYLVAN sowie FLOWER KINGS oder MYSTERY hinterlassen. Und dass Kalugin ein großer Verehrer von TONY BANKS ist, sollte nach „OMNI II – Act I: The Glass Of Time“ auch dem letzten GENESIS- wie KARFAGEN-Freund wohl endgültig klar sein.

Thoralf Koß - Chefredakteur (Info) (Review 45x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 13 von 15 Punkten [?]
13 Punkte
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Tracklist:
  • = Side A – OMNI (Part 4) =
  • The Glass Of Time Part 1
  • Frozen Rivers
  • Shadowbound
  • The Shape Of Love
  • = Side B – OMNI (Part 5) =
  • Carry On
  • Beyond The Mirror
  • How Fragile We Are
  • The Glass Of Time Part 2
  • = Side C – Bonus Chapter – OMNI (Part 6) =
  • Under The Northern Lights
  • The Silent Compass
  • OMNI 45
  • We Live While We Remember
  • Shard Of Silence

Besetzung:

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