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Last Knight: The Lords Of Wisdom – Episode 1: Reconquista (Review)
| Artist: | Last Knight |
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| Album: | The Lords Of Wisdom – Episode 1: Reconquista |
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| Medium: | CD | |
| Stil: | Progressive Rock, Art Pop, Mittelalter-Bombast |
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| Label: | Somnus Media/Just For Kicks | |
| Spieldauer: | 72:00 | |
| Erschienen: | 26.06.2026 | |
| Website: | [Link] |
„Die Reise beginnt: RECONQUISTA – Staffel 1 von 'The Lords of Wisdom'. Wir freuen uns sehr, die Veröffentlichung eines monumentalen Kapitels im „Last Knight“-Universum ankündigen zu dürfen. RECONQUISTA, der erste Teil unserer neuen musikalischen Trilogie 'The Lords of Wisdom', ist endlich da. Aufgrund ihres gewaltigen Umfangs und einer Laufzeit von über zwei Stunden wurde diese epische Erzählung in zwei Teile gegliedert, die eine Reise beschreiben, in der sich Geschichte, Mythos und symphonische Pracht vereinen.“ (LAST KNIGHT unter ihrer Homepage)
Tief ins Mittelalter und die Renaissance hinein zu Königen und Göttern begleiten wir in ihrer progressiven Zeitreise die multinational besetzten LAST KNIGHT, die garantiert alle Ritter-Freunde sofort an die letzten Samuraien um Bernard und Pörsti oder ganz speziell an einen RICK WAKEMAN sowie das ALAN PARSONS PROJECT (die allesamt gerne historische Themen in ihrer Musik aufgreifen) erinnern werden.
Hierfür gibt es gleich mehrere Gründe – begonnen bei der konzeptionellen Gestaltung, sich fortsetzend in dem prog-rockigen Bombast mit extrem symphonischer Schlagseite sowie dem vielfältig zum Einsatz kommenden, breit gefächerten Instrumentarium, das besonders von einem – auch bei THE SUMARAI OF PROG nur zu gern gesehenen – RAFAEL PACHA, der auf „The Lords Of Wisdom – Episode 1: Reconquista“ eine musikalische Hauptrolle spielt, bedient wird.
Besonders bemerkenswert und bedeutsam hinter „The Lords Of Wisdom – Episode 1: Reconquista“ ist zudem, dass LAST KNIGHT tatsächlich auch ein echtes (und nicht synthetisch erzeugtes) Symphonieorchester (The Somnus Symphony Orchestra) plus Chor zum Einsatz bringen. Ansatzweise erinnert selbst die Gestaltung des 12-seitigen Booklets an die Samuraien, obwohl dieses bei LAST KNIGHT deutlich spärlicher ausfällt, aber neben fein gestalteten Bildern auch die Geschichte und alle Texte enthält.
Warum LAST KNIGHT allerdings nach ihrem knapp zehn Jahre zurückliegenden und für viel Begeisterung sorgenden „Talking To The Moon – A Modern Symphony“, bei dem sie eine ähnlich umfangreiche Geschichte rund um die Sieben Sünden über drei CD's hinweg verwirklichten, nunmehr die geplante „The Lords Of Wisdom“-Trilogie über einzelne CD's verwirklichen, von denen wir hier mit „Episode 1: Reconquista“ die erste vorliegen haben, ist ihr Geheimnis. Die Vereinigung aller drei (vorgesehenen) Teile wäre jedenfalls die bessere Entscheidung gewesen.
Denn die unklare Warterei auf Fortsetzungen nervt, gerade weil nie sicher ist, wann und in welchem Rahmen es dann weitergeht. Ähnlich ist das bei beeindruckenden Büchern oder Serien, bei denen man dann so lange wartet, bis man alle Teile zusammen hat, um sie unabhängig von der Fortsetzung hintereinander genießen zu können. Und innerhalb der neun Jahre Wartezeit nach „Talking To The Moon“ wäre ein Komplettpaket einfach besser und schöner gewesen, da LAST NIGHT bereits darauf verweisen, dass auch die anderen beiden Teile schon im Kasten sind. Denn die 72 Mittelalter-Prog-Minuten auf „The Lords Of Wisdom – Episode 1: Reconquista“ begeistern wieder im Grunde uneingeschränkt, sodass man sich nach der (noch nicht vorhandenen) Fortsetzung sehnt.
Die Ideen auf „The Lords Of Wisdom – Episode 1: Reconquista“ sind jedenfalls so vielfältig und voller Erinnerungen, dass es echte Freude macht, THE LAST KNIGHT auf ihrer Reise ins Jahr 711 zu folgen – einem historischen Wendepunkt nach der Schlacht am Guadalete, in der ein arabisch-berberisches Heer die Westgoten unter König Roderich im Süden der Iberischen Halbinsel besiegte und so für den Untergang des Westgotenreichs sorgte.
Musikalisch purzeln die herrlichsten Mittelalter-Klänge progressiven Rocks durcheinander. Bester Vergleich hierbei natürlich RICK WAKEMANs „The Myths And Legends Of King Arthur And The Knights Of The Round Table“ oder typische ALAN PARSONS PROJECT-Parallelen („In The Middle Ages“) sowie knackiger Hardrock („War“) plus symphonisch-epische Suiten („The Kingdom Of Leon“ und „The Kingdom Of Galicia“) voller klassisch-akustische Elemente und den grandiosen Gesang gleich vierer Bandmitglieder (Mariano Gardella, Mark Atkinson, Deibys Artigas, Jose Manuel Medina) und eines Chores.
Damit ist im Grunde alles zu „The Lords Of Wisdom – Episode 1: Reconquista“ gesagt und geschrieben.
Klasse Prog-Scheibe, die garantiert allen Freunden von „The Turn Of A Friendly Card“ des ALAN PARSONS PROJECT und RICK WAKEMANs „The Myths And Legends Of King Arthur And The Knights Of The Round Table“ mehr als nur ein freudiges Lächeln ins Gesicht zaubern wird, während die Ohren begeisterte Signal ans Kleinhirn senden, die dann mit der optimistischen Vorausschau die großhirnige Vorfreude aktivieren: „Fortsetzung folgt...!“
FAZIT: Auch wenn man bei den multinationalen LAST KNIGHT lange warten muss(te), bis sie ihre progressiven, symphonischen Musik-Epen auf einen loslassen, so ist bei ihnen (ähnlich wie bei THE SAMURAI OF PROG, besonders weil auch ein RAFAEL PACHA festes letztritterliches Bandmitglied ist) für hohe Prog-Qualität garantiert, die sich bei „The Lords Of Wisdom – Episode 1: Reconquista“ als erster Teil einer Trilogie auf die Spuren des Mittelalters und der Renaissance begibt. Nach diesem gelungenen Teil 1 ist die Vorfreude auf die Fortsetzung groß.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- The Grand Overture
- In The Middle Ages
- The Kingdom Of Asturias
- A War Of Eight Centuries
- Cordoba
- War
- Chivalry Tales 1
- A Green Field Of Memories
- The Kingdom Of Leon
- Flames Would Rise
- Across The Mountains
- The Kingdom Of Galicia
- Pamplona
- The Backyard
- Hymn For Asturias
- Bass - Pablo Lato, Jose Manuel Medina
- Gesang - Mariano Gardella, Mark Atkinson, Deibys Artigas, Jose Manuel Medina, Chor
- Gitarre - Kheiro Lamri, Rafael Pacha, Nelson Pombal
- Keys - Jose Manuel Medina
- Schlagzeug - Jeff Duncan
- Sonstige - The Somnus Symphony Orchestra, Rafael Pacha (Pfeifen, Rekorder, Percussion, Dadgad, Zither, Hurdy Gurdy, Geige, Bratsche), Victor Adebisi (Geige), Troy Donockley (Keltische Instrumente)
- Talking To The Moon – A Modern Symphony (Deluxe Edition) (2017) - 14/15 Punkten
- The Lords Of Wisdom – Episode 1: Reconquista (2026) - 13/15 Punkten
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